In Frankreich wird gewählt

Für die etablierte Parteienlandschaft in Frankreich kommt Emmanuel Macrons Sieg einem Erdrutsch gleich. Er nennt seine Bewegung‚La République en Marche‘.

Macron: Vergleiche mit Napoleon zu weit hergeholt?

Bereits jetzt wird er als der neue Napoleon gefeiert. Sein Wahlsieg wird von einigen französischen Nachrichtenmagazinen mit der Französischen Revolution verglichen. Dabei geht er selber ganz unbekümmert seinen Regierungsgeschäften nach, ohne sich um solche Aussagen zu kümmern. Macrons Sieg ist ein Erdrutsch für die Parteienlandschaft. Die junge Bewegung ‚En Marche‘ lässt die etablierten Parteien im Hinblick auf die Stimmenanteile hinter sich. Die Sozialisten fallen beinahe in die Bedeutungslosigkeit. Sollte sich dieses Ergebnis am Sonntag bestätigen, hätte Macron eine absolute Mehrheit. Die Vorsitzende der Front National, Marie Le Pen würde damit nach den jüngsten Rechnungen mit ihrer Partei nicht einmal Fraktionsstatus erreichen. In einer öffentlichen Erklärung macht sie die mangelnde Wahlbeteiligung der Franzosen für dieses Ergebnis verantwortlich. Rechnungen zufolge nahm lediglich jeder zweite Wahlberechtigte an den Wahlen teil.

Was sagt die Kanzlerin dazu?

Angela Merkel ließ durch Regierungssprecher Seibert ihre Glückwünsche zu diesen guten Ergebnissen im ersten Wahldurchgang twittern und unterstreicht ihr eigenes Votum zu Reformen. Sollte es tatsächlich zu diesen guten Wahlergebnissen kommen, muss Macron jedoch erst einmal unter Beweis stellen, ob er das Land tatsächlich reformieren kann.